In der Theorie sollte ein Häftling seine abgegebenen Wertgegenstände bei der Entlassung zurückerhalten. Dafür musste er oder sie auf der Rückseite der Effektenkarte unterschreiben. In den ersten Jahren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Häftlinge im Regelfall nach einer gewissen Haftdauer wieder entlassen und erhielten auch ihre Effekten zurück. Die Haft sollte vor allem der Abschreckung dienen und gerade bei Juden und Jüdinnen die Entscheidung für eine Emigration beschleunigen. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kamen Entlassungen dann allerdings viel seltener vor, weshalb dieses Feld bei kaum einer der erhaltenen Karten ausgefüllt ist.